Schutzgebiete
Schutzgebiete

werden von der Naturschutzbehörde durch einen Rechtsakt (Verordnung) erlassen, wenn für räumlich begrenzte Bereiche besondere Schutzvorschriften erforderlich sind. Gründe für die Unterschutzstellung können z.B. die besondere landschaftliche Schönheit, Ursprünglichkeit des Gebietes oder das Vorkommen seltener oder gefährdeter Tiere oder Pflanzen sein.

Es wird unterschieden in:

Geschützte Landschaftsteile
Landschaftsschutzgebiete
Naturschutzgebiete
Ruhezonen
Naturparke
Nationalparke



In Niederösterreich
gibt es:
ein Natura 2000 Wienerwald-Thermenregion - Vogelschutzgebiet
Das Landschaftsschutzgebiet in NÖ weist eine Größe von 95.688 ha auf.
3 Naturschutzgebiete (78,5 ha): Teufelstein, Eichkogel, Glaslauterriegel
4 Naturparke 10.385 ha: Eichenhain, Föhrenberge, Sparbach, Sandstein-Wienerwald

Der Wienerwald ist ein besonders schützenswertes Gebiet.
Der Großteil des Wienerwaldes ist deshalb ein Landschaftsschutzgebiet.
Landschaftsschutzgebiete dienen der Erhaltung von Kulturlandschaften. Die landschaftliche Schönheit und ihre Eigenart soll geschützt und der Erholungswert bewahrt werden.

Das Landschaftsschutzgebiet Wienerwald umfasst auch mehrere Naturschutzgebiete.
Naturschutzgebiete sind streng geschützte Gebiete zur Erhaltung von Ökosystemen
Das beinhaltet auch den Schutz von Pflanzen- und Tierarten. Als Naturschutzgebiete können Flächen ausgewiesen werden, wenn sie aus wissenschaftlichen oder naturgeschichtlichen Gründen, oder wegen ihrer Seltenheit oder besonderen Schönheit schützenswert sind. Das können Biotope, Moorlandschaften, Heideflächen, Gebirgslandschaften oder Wälder sein.

Teufelstein - Perchtoldsdorf Karte

Vegetation: hauptsächlich Rotbuchen- und Schwarzkiefernbestände des Kalk-Wienerwaldes
Einer der Gründe der Unterschutzstellung war eine floristische Rarität: der Österreichische Drachenkopf

Glaslauterriegl-Heferlberg - Pfaffstätten Infos

Das Gebiet liegt an der Thermenlinie und ist durch artenreiche Waldsteppenreste und Flaumeichenwälder gekennzeichnet.

Eichkogel - Mödling und Guntramsdorf Webalbum

Ein besonderes Merkmal sind die Felssteppen in ebener Lage, die großflächigen Halbtrocken- und Trockenrasen mit zahlreichen schützenswerten Arten und die trockenen Laubwäldern mit Besonderheiten aus der Tier- und Pflanzenwelt.

Lainzer Tiergarten + Naturwaldreservat Johannser Kogel Infos

Naturwaldreservate sind meist nur sehr kleine Flächen, auf denen der Wald aus wissenschaftlichen Zwecken sich selbst überlassen bleibt.

Perchtoldsdorfer Heide (Ökoreservat) Bilder + Infos

Naturparke

Ein Naturpark ist ein geschützter Landschaftsraum, der aus dem Zusammenwirken von Mensch und Natur entstanden ist. Oft handelt es sich um Landschaftsräume, die im Laufe von Jahrhunderten die heutige Gestalt bekommen haben und durch die Menschen, die hier leben und wirtschaften, durch schonende Formen der Landnutzung und der Landschaftspflege erhalten werden sollen. Im Naturpark wird diese Kulturlandschaft für den Besucher erschlossen und als Erholungsraum zugänglich gemacht.

Naturpark Eichenhain - zwischen Klosterneuburg, St. Andrä und Unterkirchbach Infos

Der Naturpark befindet sich zur Gänze in der Flyschzone.  Vorherrschend ist die Buche im sogenannten Mullbraunerde-Buchenwald. Auf den feuchteren Standorten entlang der Bäche finden sich Labkraut-Eichen-Hainbuchenwälder. 

Naturpark Föhrenberge Infos

Er ist der größte Naturpark des Wienerwaldes und liegt im südlichen Wienerwald. Hier treffen Kalkgestein und Flysch aufeinander. Die Vegetation ist aufgrund der unterschiedlichen geologischen sowie klimatischen Bedingungen sehr vielfältig. Kennzeichnend ist die Schwarzföhrenlandschaft des Kalkwienerwaldes. Beispiele für Trockenrasen, die durch Beweidung entstanden sind, finden sich auf der Perchtoldsdorfer Heide. In tieferen wärmebegünstigteren Lagen befinden sich Buchen-Eichen-Hainbuchenwälder. Auf den lehmigen Flyschböden wachsen Buchen- und Buchen-Tannenwälder.

Naturpark Sandstein-Wienerwald - Purkersdorf Infos

Der Naturpark liegt in der Flyschzone. Typische Vegetation ist der Braunerde-Buchenwald. An etwas wärmeren südexponierten Hängen gedeihen in dieser Höhenlage die Pannonischen Eichen-Hainbuchenwälder.

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