Naturdenkmäler
Ein Naturdenkmal ist ein geschütztes Naturgebilde, das wegen seiner wissenschaftlichen, historischen oder kulturellen Bedeutung oder wegen seiner Eigenart, Schönheit, Seltenheit oder seines besonderen Gepräges für das Landschaftsbild im öffentlichen Interesse erhalten werden soll. Dies können z.B. Einzelbäume oder Baumgruppen, Quellen, Alleen, Parks, Höhlen, Felsbildungen oder Schluchten sein. 

In Niederösterreich sind 1.612 Naturdenkmäler ausgewiesen, davon 742 Einzelbäume und 340 Baumgruppen (Stand September 2000).

Naturdenkmal - Kraftplatz "Sieben Eichen"


(c) Naturhistorisches Museum
Quellenschnecken: lebende Fossilien


Naturdenkmal Hansybach

Dieses Schneckenreservat soll 3 Wasserschneckenarten schützen, die nur im Vöslauer Thermalbad sowie in einem Teil des Hansybach genannten Rinnsales, vorkommen. Es handelt sich dabei um Relikte aus dem Tertiär, die (außer in Bad Fischau) nirgends mehr vorkommen. Der Grund für ihr Auftreten ist die leicht erhöhte Temperatur des Wassers der Vöslauer Quelle. Wegen dieser doch weltweiten Besonderheit wurden die entsprechenden Areale zum Naturdenkmal erklärt. Diese Schneckenreservate sind die ersten und bisher einzigen derartigen Schutzgebiete der Erde und ständiges Ziel zahlreicher Malakologen (Weichtierforscher) aus aller Welt.

Bis in unmittelbare Vergangenheit stand der Beginn des Hansybaches als Wäscheschwemme in Verwendung. Durch die ganzjährig gleichbleibende Temperatur des Wassers (24° C) war es in der waschmaschinenlosen Ära ein beliebter Platz, um die Wäsche zu reinigen. Durch die relativ hohe Strömungsgeschwindigkeit (20l/sec) wurden die Schnecken durch die Waschmittel nicht geschädigt.

Heute befindet sich nahe des Stadtzentrums von Bad Vöslau ein kleines Informationshäuschen. Über Stufen gelangt man zur ehemaligen Schwemme und zu den Schnecken.
Die Quellenschnecke
"Bythinella parreissii" 0,8 mm lang und 0,5 mm breit, kommt ausschließlich in diesen Quellen vor. Sie lebt im feinen Sand des Baches und kann auf Grund ihrer geringen Größe nur durch Sieben angesehen werden.

Die Thermal-Schwimmschnecke
"Theodoxus prevostianus", 5 mm lang und 7 mm, breit ist das zweite Relikt aus dem Tertiär (70 Millionen - 600.000 Jahre) , aus einer Zeit also, in der die Durchschnittstemperaturen wesentlich höher waren. Daher können diese Formen nur in den warmen Abflüssen von Thermen leben.

Die Kronenschnecke
"Fagotia acicularis audebartii" 15 mm hoch und 5 mm breit, ist ebenfalls eine Thermalschnecke, deren nächste Verwandte nur in den warmen Regionen der Erde leben.

Kaisereiche in Sulz

Die Traubeneiche wurde 1908 am Kirchenplatz von der Dorfbevölkerung anlässlich des 60-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef I. gepflanzt. Die Höhe beträgt ca. 17 Meter, der Kronendurchmesser rund 16 Meter und der Umfang des Stammes in Brusthöhe etwa 204 cm.

Winterlinde in Heiligenkreuz 22

Die auf dem Grundstück Heiligenkreuz Nr. 22 stehende Winterlinde hat zur Zeit einen Stammumfang von 4 m. Sie ist über 200 Jahre alt und hat weitausladende, kräftige Äste und eine dichte Belaubung.

Hängender Stein

Der "Hängende Stein" ist ein für den Sandstein-Wienerwald einzigartiges Felsgebilde. Man erreicht ihn durch einen Rotföhrenhain an der Verbindungsstraße zur Straße Königsstetten-Neuwaldegg.
Früher soll man dort runenartige Zeichen gesehen haben, die auf eine Opferstelle hinweisen.

Ringelnatter

„Figur-Teich“ ( „Brown-Boveri-Teich“)

liegt knapp außerhalb des Mödlinger Stadtgebietes an der Grenze zwischen Guntramsdorf und Wiener Neudorf. Dieser Teich ist mit seiner Umgebung eine der letzten noch erhaltenen Ziegelteich-Landschaften in diesem Gebiet. Hier hat sich ein Lebensraum mit besonders hoher pflanzlicher und tierischer Vielfalt entwickelt.

Allander Tropfsteinhöhle

Das Naturdenkmal der Allander Tropfsteinhöhle liegt im 467 m hohen Buchberg. Die Höhle ist 70 m lang und 12 m tief. Von allen Höhlen des Wienerwalds hat diese Höhle den reichsten Tropfsteinschmuck. Außerdem kann man ein 10.000 Jahre altes Skelett einer Braunbärin sehen.

   

Die Türkenhasel in Alland

ist ein Naturdenkmal. Sie wurde auch als Wappenmotiv abgebildet. Der an die 450 Jahre alte Baum steht am Weissenweg und soll an das Gemetzel an der Bevölkerung erinnern.

Schmal-
blättriger Rohrkolben

Biotop am Bahndamm Mödling

ist ein Naturdenkmal und bildet einen wichtigen "Trittstein" in einem Biotopverbund, der sich von der Klausen, über den Anninger und den Eichkogel zum Biotopkomplex "Figur" spannt. U.a. findet sich dort der vollkommen geschützte Schmalblättrige Rohrkolben.
(Quelle: www.mödling.at)

Pfennigsteinhöhle bei Mödling

"Im sogenannten 'Matterhörndl', früher Pfennigstein, einem ca. 10 m hohen Felsgebilde 50 m östlich der Forststraße von Mödling zum Husarentempel..... Länge 3m, mannshohe Durchgangshöhle über die es zahlreiche Höhlensagen gibt, Benützung als Durchkriechstein, Heilung von Krankheiten, Fruchtbarkeitskult...
(Quelle: www.lochstein.de)

Steinwandklamm

Die romantische Steinwandklamm wurde im Jahr 1884 eröffnet. Sie ist auf gesicherten Stegen, Brücken, Treppen und Leitern zu begehen.

An heißen Tagen ist die Klamm ein kühler Ort, denn in den hohen Felsschluchten ist es oft um 10 ° kühler als im übrigen Triestingtal.

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