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Die drei Seiten unseres Hundes |
Dezember 2007 | |
Zu Hause |
Unterwegs |
Am Zaun |
anhänglich, zärtlich, anpassungsfähig, aufmerksam, lustig |
sehr interessiert beim Schnüffeln, zu allen Hunden freundlich, verspielt, meistens folgsam, eher vorsichtig, wachsam |
äußerst wachsam, unerbittlich, unbestechlich, zähnefletschend, laut |
Die "Petze" |
Herbst 2006 | |
Alice nimmt ihre Aufgabe, das Haus zu bewachen, sehr ernst. Ihr entgeht kaum etwas. Eigentlich ist das ja erwünscht. Nur ob alle "Familienmitglieder" damit glücklich sind? Alice ist eine Petze! Die Katzen hat sie unter Kontrolle, was ja in gewisser Hinsicht nicht negativ ist, besonders dann, wenn der Kater in Gefahr ist, sich die Zunge an den Messern zu verletzen oder eine ordentliche Sauerei verhindert wird, wenn ich wieder einmal vergessen hatte, die Milch vor Kissy in Sicherheit zu bringen. Ob sie auch lernt zu wuffen, wenn mein Sohn Christian das Essgeschirr nicht wegräumt oder die Schuhe mitten im Weg stehen lässt, mein Mann seine Zeitschriften und Bücher im Haus verteilt, seine Schlüssel wieder einmal auf einen völlig falschen Platz legt, um sie dann möglichst lange zu suchen, oder Frauli den Wecker abdreht und wieder einschläft???
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Wanderwege der Kategorie 1 bis 3 |
Winter 2005/06 | |
Kategorie 1: Diese Wege führen auf einsamen Pfaden durch einen wildreichen Wald und sind so unwegsam, dass man keinen anderen Wanderer trifft. Wir nennen sie auch die "Schnauzeaufdembodenwege", und es ist wohl nicht schwer zu erraten, von wem diese Wege bevorzugt werden. Kategorie 2: Abwechslungsreiche, größtenteils ebene Wege, am besten markiert, dass man sich - auch wenn man keinen besonders guten Orientierungssinn hat, nicht verlaufen kann. Wer`s noch nicht weiß: Das sind die "Frauliwege"! Kategorie 3: Die "Einfachdraufloswege", bei denen der Rückweg ganz sicher nicht der Hinweg ist. Am besten sind es Rundwanderwege, bei denen der Radius während des Wanderns auf unerklärliche Weise größer und größer wird. Geeignet für die Kategorie 3 sind aber auch Wege, bei denen man /Mann nach Stunden feststellt, dass es sich doch eher um eine Mehrtageswanderung handelt als um einen Tagesausflug und Frau droht, Mann zu verlassen oder die Planung der Ausflüge selbst in die Hand zu nehmen. |
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Rezept für Eurasiereisknödel |
Winter 2005/06 |
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Dieses Rezept bereitet man am besten an einem eiskalten Wintertag (auf jeden Fall unter 0°C) zu. Es ist unwesentlich, ob die Sonne scheint oder eine dicke Wolkendecke am Himmel hängt. Wichtig für die Zubereitung ist, dass man einen geeigneten Weg weiß, auf dem man die Zutaten findet. Es sollte sich um einen Reitweg handeln oder um eine Forststraße, auf der gerne Reiter unterwegs sind. Nun nehme man seinen Eurasier an die Leine und gehe mit ihm/ihr diesen Weg entlang. Natürlich kann man den Hund auch von der Leine lassen, wenn er mit Pferden umzugehen weiß. Die restlichen Zutaten finden sich nun ganz von alleine! Man erkennt sie am leichtesten in frischem Zustand - große weiche, braune Haufen, die oft mitten am Weg zu finden sind. Diese Zutaten eignen sich allerdings nicht so gut für die Eisknödel. Besser geeignet sind die Pferdeknödel, die schon von einer Eisschicht umgeben sind, aber auch solche, die schon durch und durch gefroren sind. Weitere Zutaten sind nun nicht mehr erforderlich. Besonders schmackhaft sind die Eisknödel dann, wenn sich Herrli oder Frauli aufregen, dabei vielleicht noch "Pfui!" rufen oder das Eisknödel sogar wegnehmen wollen. Dieses Verhalten steigert den Appetit des Hundes ungemein! |
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Herbst 05 |
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In unserem Haushalt leben drei Haustiere (Kater Kevin, Katze Kissy und Eurasierin Alice) friedlich nebeneinander bis......die Kühlschranktüre geöffnet wird oder auf anderem Weg etwas Essbares in ihrer Umgebung auftaucht. Dann kommt es meistens zu folgenden Szenen: Alice ist, dank ihrer ausgezeichneten Hundenase und ihres guten Gehörs, meist als erste anwesend, gefolgt von Kissy, die immer dort ist, wo sich etwas tut. Als letzter kommt auch Kater Kevin von seinem Schlafplatz im Keller, aufgeweckt vom aufgeregten Gehabe der beiden anderen. Nun geht es darum, möglichst auf die eigenen Bedürfnisse aufmerksam zu machen und die anderen schwach und klein aussehen zu lassen. Der alte Kater Kevin, auch oft "Garfield" genannt, ist dabei am diszipliniertesten . Er stupst bloß mit seinen Pfötchen die menschliche Essensquelle, was natürlich auch ganz schön nerven kann, wenn man sein Essen nicht teilen möchte. Kissy, die graue, schöne Karthäuserkatze, die eigentlich laut ihrer Rassebeschreibung die ruhigste sein sollte, schreit lauthals. Das ist nervtötend. Alice versucht vorerst durch besonderes Wohlverhalten (Sitz, Platz) auf sich aufmerksam zu machen. Gelingt dies nicht, versucht sie es mit Körpereinsatz, d.h. sie verdrängt einfach alles und jeden, der sich ihr in den Weg setzt oder stellt, um der Quelle des Guten möglichst nahe zu kommen. Meistens nehmen sich die menschlichen Hausgenossen etwas Essbares, das auch Hunden und Katzen unter die Schnauze geht, besonders beim Mittagessen und Nachtmahl. Es gibt aber in unserem Haushalt jemanden, der mit Vorliebe Pfefferoni und ähnliches scharfes Zeug isst. Als sich nun dieser Jemand mit einem Glas scharfer Pfefferoni zum Esstisch setzte, waren die Katzen ziemlich schnell davon überzeugt, dass mit diesem Menschen nicht gut "Kirschpfefferoni" essen sei und suchten das Weite. Alice aber ignorierte dieses Warnzeichen und bettelte hartnäckig um Zuwendung in Form eines Stückes der menschlichen "Beute". Der Mensch hielt ihr nun, in der Annahme, dass diese Beute nach einem Geruchstest verweigert werden würde, ein Stück der scharfen Frucht hin. Alice packte diese und schluckte sie, ohne mit der Wimper zu zucken, hinunter. Die Lehre aus dieser Geschichte: Angeblich sind Eurasier oft mäkelig beim Fressen. Es muss Ausnahmen geben, die diese Regel bestätigen. |
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Natürlich möchte ich meine Alice auch "geistig" fordern. Deshalb gibt es vor allem bei Schlechtwetter Suchspiele im Haus. Ich versteckte also Leckerli (kleine Schinkenwürfel) und ließ Alice suchen. Mit Begeisterung war sie dabei und fand auch alle. Bei der zweiten Runde versteckte ich etwas von ihrer Trockenfutterration, um Kalorien zu sparen. Alice schnüffelte wieder aufgeregt. Bald fand sie die ersten Trockenfutterkörnchen. Ich lobte sie wie immer, aber anstatt sie zu fressen schnüffelte sie weiter. Ich hielt ihr die Körnchen unter die Schnauze, doch Alice interessierte sich nicht dafür, sondern machte Anstalten weiterzusuchen. Nachdem ich wieder alle Trockenfutterkörnchen eingesammelt hatte, versuchte ich die dritte Runde wieder mit Schinken. Selbstverständlich wurde dieser gefressen. Die Lehre aus dieser Geschichte: Spielregeln werden, wenn überhaupt, vom Hund geändert. |
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| Wie immer waren wir mit Alice im Wienerwald unterwegs. Der Spaziergang sollte wieder einmal durch ein Fährtenspiel aufgelockert werden. Diesmal versteckte sich Herrli. Wir vereinbarten als geeignete Stelle eine Abzweigung der Forststraße beim letzten Haus nach rechts in den Wald. Herrli bekam einige Minuten Vorsprung. Dann ging`s los. Ich hatte Alice noch an der Leine, als sie rechts in den Wald abbiegen wollte. Ich zwang sie noch weiter geradeaus zu gehen, weil dies nicht die vereinbarte Abzweigung war. Beim letzten Haus ließ ich sie von der Leine und forderte sie auf Herrli zu suchen. Alice lief den Waldweg ein Stück entlang, kam aber wieder zurück. Ich schickte sie wieder los. Das ging einige Male so, bis Alice schließlich bei mir sitzen blieb und den Anschein erweckte, als würde sie keine Lust mehr an der Suche haben. Mittlerweile waren etwa 20 Minuten vergangen, und so beschloss ich, mich auf die Suche nach meinem Mann zu machen, nachdem Alice so kläglich versagt hatte. Da klang es aus einiger Entfernung - schon etwas verzweifelt - aus dem Wald: "Da bin ich!" Nochmals leinte ich Alice ab. Sie rannte den Weg zurück und bog genau an der Stelle ab, wo ich ihr das erste Mal befohlen hatte weiter zu gehen. Mein Mann saß auf einem Baumstumpf mitten im Wald und wartete bereits ungeduldig. Er hatte eine Abzweigung zu früh genommen und Alice wäre,hätte ich sie gelassen, gleich auf der richtigen Fährte gewesen. | ||
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Die Lehre aus dieser Geschichte: Auf Männer kann man
sich nur bedingt verlassen
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Fortsetzung folgt! Die neuen Geschichten sind nun immer am Seitenabfang zu finden! |
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