JAVA INAKTIV!

ASJAS ABC

A

wie Asja, A-Wurf (5 Brüder), Annemarie (Züchterin) 

B

wie Ball, Asjas liebstes Spielzeug, allerdings nur aus Moosgummi! Die konnte man auch wie Kaugummi im Maul knautschen und so besabbern, dass Herrli sich weigerte sie zu werfen. (Allerdings vergeblich!)

C

wie Chow Chow. Von dieser Rasse hatte unser Hund nicht nur die blaue Zunge, sondern auch die Zurückhaltung Fremden gegenüber. Mit einem deutlichen Schritt zurück reagierte sie auf Leute, die der Meinung sind, Hunde müssen sich von jedem tätscheln lassen.

D

wie „Durch!“ Diesen Befehl lernte Asja im Agilitykurs. Es machte ihr unglaublichen Spaß durch`s Tunell zu robben. Seither waren besonders Kanalrohre der absolute Hit. Wir mussten verflixt aufpassen, dass Asja nicht in einem solchen verschwand. Asja entdeckte eines Tages eine relativ große Kanalröhre, durch die Regenwasser abgeleitet wird. Meine Reaktion kam zu spät. Asja war schon darin verschwunden. Ich rief und lockte sie - umsonst. Sie blieb verschwunden, und ich hörte keinen Mucks aus dem Loch. Verzweifelt suchte ich die Stelle, wohin der Kanal führte. Plötzlich entdeckte ich auf der anderen Straßenseite in einem Garten – unsere Asja! Sie war unter der Straße dem Kanallauf gefolgt! Erklären Sie bitte einmal einem nichts ahnenden Gartenbesitzer, der im guten Glauben ist, sein Grundstück wäre durch den Zaun vor unliebsamem Besuch geschützt, dass Ihr Hund in seinem Garten ist.  

E

wie Eichhörnchen. Die kleinen flinken Flitzer, die sie nie erwischen konnte, hatten es ihr angetan. Hatte sie eines entdeckt, war „fetzen“, fiepsen, winseln, wuffen und hüpfen angesagt. Auch wenn sie ihr süßes Köpfchen noch so schief legte, wir konnten ihr diesen Wunsch nicht erfüllen.

F

wie Freiheit. Unser Hund durfte viel Freiheit genießen. Das war möglich, weil ihre Bindung zu uns sehr groß war, und es ihr immer sehr wichtig war bei uns zu sein. Deshalb entfernte sie sich nie weit. Als Wald- und Wanderfreaks marschierten wir oft stundenlang durch den Wienerwald und Asja durfte frei laufen.   

G

wie Garten, Asjas liebster Aufenthaltsort zu jeder Jahreszeit (außer bei starkem Regen). Hier wurde getollt, Ball gespielt geschlafen und bewacht. Sobald wir die Heizung ausschalten konnten, schlief Asja auch in der Nacht im Garten. Allerdings ließen wir die Terrassentür immer einen Spalt weit geöffnet.

H

wie Hundehütte. Nach einigen strengern Wintern mit viel Schnee, bekam Asja eine Hundehütte. „Dass der arme Hund nicht mehr im kalten Schnee liegen muss!“ Dieses Hundechalet wurde von Herrli und Ruth in Eigenregie entworfen und gebaut. Doch die, für die es bestimmt war, verschmähte es und lag weiterhin auf ihrem Lieblingsplatz und ließ sich einschneien..

I

wie Inbrunst, mit der sie Schneebälle jagte, auch wenn sie beim Aufprall für immer verschwanden. Da half es auch wenig, das Herrli schon beim Erzeugen derselben zu attackieren und auch hin und wieder in den Arm zu zwicken.

J

wie Jagdtrieb, den Eurasier eigentlich nicht haben sollten. Doch Eurasier sind auch nur Hunde, und wir mussten unserer Asja schon sehr deutlich zeigen, dass dieses Verhalten unerwünscht ist. Wenn sie losstartete, riefen wir „Tschüß!“ und liefen in die andere Richtung. Sie entschied sich dann meist schnell, zu uns zurückzukehren. Irgendwann hat sie es dann ganz gelassen.

K

wie Katzen. Unsere beiden Katzen waren über den Hundezuwachs anfangs nicht gerade begeistert, doch mit der Zeit arrangierte man sich, blieben doch des Öfteren Krümel vom Hundefutter übrig, die man rasch aufschlecken  konnte. Gab es allerdings spielerischen Kämpfe zwischen den Katzen, war Asja sofort zur Stelle, und beendete den „Kampf“.

L

wie Liebe. Auch wenn Leute, die mit Hunden nichts „am Hut“ haben, das nicht verstehen, wir liebten unsere Hündin als treue Gefährtin und Kuschelbär, der uns täglich zum Lachen brachte.  

M

wie Mäuselsprung, den sie in allen Variationen beherrschte. Es ging ihr dabei nicht wirklich darum eine Maus zu erwischen, sondern uns auf Trab zu halten. Denn wir liefen im Wald in gebückter Haltung neben ihr her und mussten mit dem Ausruf „Da!“ auf den Boden zeigen, worauf sie ihren Mäuselsprung vollführte und wie wild zu graben begann. Asja hinterließ so ihre Spur, alle zwei Meter ein Laubhaufen hinter einem Loch. Hätte uns jemand bei diesem verrückten Spiel beobachtet, ……..?

N

wie Nässe, die Asja nicht unbedingt liebte. Wenn sie ins Wasser schwimmen ging, dann nur um ihren heiß geliebten Ball zu holen. Jedes Mal folgte ein Schütteln von der Nasenspitze bis zum Schwanzende und anschließend ein minutenlanges wuzeln in der Wiese und ein Lauf im Tiefflug, um möglichst schnell trocken zu werden.

O

wie Ordnungsliebe, die Asja immer dann entwickelte, wenn unsere Katzen oder wir uns einen spielerischen Kampf lieferten. Sie ging sofort dazwischen.

P

wie Pinkeln. Unsere liebe Hündin markierte wie ein Rüde, d.h. nicht genauso angeberisch wie ihre männlichen Artgenossen, die fast umfallen dabei, nur um noch höher zu treffen, sondern sie begnügte sich oft mit Grasbüscheln, die aber dann wirklich an der richtigen Stelle getroffen werden mussten. Das ging so vor sich: 1.mehrmaliges Umkreisen der zu markierenden Stelle  2. zwischendurch immer wieder ein Schnüffler 3. Probeanheben eines Beines  4. Feststellen, dass der Platz doch nicht der optimale ist und anschließend einige Durchgänge von Punkt 1 bis 4. Wenn endlich alles passte: Anheben des Beines nach vorne und Bepinkeln des ausgewählten Zieles.

Q

wie Querdenker in der Hundeerziehung. Fachleute wie Turid Rugaas, Clarissa v.Reinhardt, Birgit Laser und andere haben uns auf  unserem gemeinsamen Weg mit Asja bestätigt: Lob und Leckerli statt Schreien und Strafe.

R

wie ruhig. Unser Mädel war für uns eine sehr angenehme Gefährtin. Im Haus benahm sie sich ruhig und ausgeglichen, im Garten war sie sehr wachsam, und man konnte schon öfter ihr Bellen hören. Die Lautstärke richtete sich nach den Menschen und Hunden, die vorbeigingen.

S

wie Schnee. Noch vor den Moosgummibällen standen in Asjas Gunst die Schneebälle. Hier entwickelte sie dieselbe Euphorie wie bei den Eichkätzchen, denn auch die Schneebälle konnte sie nicht wirklich erwischen. Sie war so verrückt danach, dass sie sogar auf fremde Leute zuraste, wenn die einen Schneeball formten, obwohl sie sonst Fremden gegenüber sehr zurückhaltend war.

T

wie Treue. Asja wäre uns nie „fremdgegangen“. Im Gegenteil! Sie hatte zu ihrer Familie, insbesondere zu mir, eine sehr starke Bindung. Es wäre nicht möglich gewesen, sie auch nur für ein paar Stunden zu jemandem anderen zu geben.

U

wie Unikat, das wohl jeder geliebte Hund für seine Familie ist. Für die wunderschönen Eurasier gilt dies vielleicht noch ein wenig mehr, denn die Vielfalt der Fellfarben mit den unterschiedlichsten Zeichnungen machen wohl jeden Eurasier einzigartig.

V

wie Vorarlberg. In diesem wunderschönen Bundesland Österreichs verbrachte Asja ihre ersten Lebenswochen. Sie wurde im Zwinger von Schönenbach geboren und bekam von ihrer Züchterin viel Liebe und  die beste Betreuung, die man sich für ein Hundebaby nur wünschen kann.

W

wie Wachsamkeit, die uns so ein starkes Sicherheitsgefühl vermittelte, dass wir oft vergaßen, nachts die Tür unseres Hauses zuzusperren.

X

wie Xanthippe, an deren zanksüchtiges Wesen sie mich erinnerte, wenn ihre „beste Feindin“ am Zaun entlang lief.

Y

wie Yacht, die wir uns vielleicht hätten leisten können (zumindest geliehen), wären wir nicht auf den Eurasier gekommen.

Z

wie Zwang. Etwas, womit Eurasier, und wohl auch deren Besitzer, wenig bis gar nichts anfangen können.

Im November 2004 mussten wir uns von Asja verabschieden, denn sie ging über die Regenbogenbrücke.

Asja

Fotos